Therapie bei Schlafstörungen

 Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Schlafstörungen sind weit verbreitet und können die körperliche und psychische Gesundheit, die Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. In den meisten Fällen sind sie gut behandelbar. In der Klinik für Schlafmedizin bieten wir Ihnen eine umfassende schlafmedizinische Abklärung sowie individuell abgestimmte Therapiekonzepte für alle bekannten Formen von Schlafstörungen an.

Die häufigsten Schlafstörungen sind:

  • Insomnie (Schlaflosigkeit) 
  • Schlafapnoe

In­som­nie 

Was ist Schlaf­lo­sig­keit?

Die In­som­nie zählt zu den häu­figs­ten Schlaf­stö­run­gen und wird trotz ih­rer gros­sen Ver­brei­tung oft nicht mit ver­hal­tens­me­di­zi­ni­schen Ver­fah­ren, son­dern mit Me­di­ka­men­ten be­han­delt. In der Schweiz be­rich­tet rund ein Drit­tel der Be­völ­ke­rung über an­hal­ten­de Schlaf­pro­ble­me. Von ei­ner chro­ni­schen In­som­nie spricht man, wenn über län­ge­re Zeit (>3 Mo­na­te) ei­nes oder meh­re­re der fol­gen­den Sym­pto­me auf­tre­ten, ob­wohl gute Schlaf­be­din­gun­gen vor­han­den sind:

  • er­schwer­tes Ein­schla­fen (län­ger als 30 Mi­nu­ten)
  • häu­fi­ges nächt­li­ches Er­wa­chen
  • län­ge­res Wach­lie­gen in der Nacht
  • frü­hes mor­gend­li­ches Er­wa­chen

Die­se Be­schwer­den ge­hen häu­fig mit Ta­ges­mü­dig­keit, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen und ver­min­der­ter Leis­tungs­fä­hig­keit ein­her. Eine aku­te In­som­nie tritt oft im Zu­sam­men­hang mit Stress oder be­las­ten­den Le­bens­si­tua­tio­nen auf und ist meist vor­über­ge­hend. Ohne ge­ziel­te Be­hand­lung kann sie sich je­doch zu ei­ner chro­ni­schen Schlaf­stö­rung ent­wi­ckeln.

Bei chro­ni­scher In­som­nie ent­steht häu­fig ein so­ge­nann­tes 24-Stun­den-Pro­blem: Sor­gen und Grü­beln über den Schlaf füh­ren zu An­span­nung, die den Schlaf wei­ter ver­schlech­tert – ein Teu­fels­kreis, der den All­tag und die Le­bens­qua­li­tät zu­neh­mend be­ein­träch­tigt.

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Wie helfen wir Ihnen, wieder gut zu schlafen? 

Die wirksamste nicht-medikamentöse Behandlung chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I). Sie setzt gezielt bei Gedanken, Verhaltensweisen und Gewohnheiten an, die den Schlaf beeinträchtigen und aufrechterhalten. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Strategien, unter anderem:

  • Stabilisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Stressbewältigung und Umgang mit Grübeln
  • Erlenen von Entspannungstechniken
  • Optimieren von Schlafhygiene

Medikamente können in bestimmten Situationen unterstützend eingesetzt werden – jedoch zeitlich begrenzt und stets in Kombination mit nicht-medikamentösen Verfahren. Ziel der Therapie ist es, Ihren natürlichen Schlafrhythmus zu stabilisieren, das Vertrauen in Ihren Schlaf zurückzugewinnen und Sie zu befähigen, zukünftige Schlafprobleme eigenständig zu bewältigen.

 

Schlaf­apnoe 

Schlaf­be­zo­ge­ne At­mungs­stö­run­gen

Schlaf­be­zo­ge­ne At­mungs­stö­run­gen zäh­len zu den häu­figs­ten Grün­den für un­ru­hi­gen und nicht er­hol­sa­men Schlaf. Wäh­rend der Nacht kommt es zu wie­der­hol­ten Ate­maus­set­zern, Sau­er­stoff­ab­fäl­len und ei­ner Frag­men­tie­rung des Schlafs. Da­durch er­reicht der Kör­per nicht die er­hol­sa­men Schlaf­pha­sen – vie­le Be­trof­fe­ne füh­len sich tags­über müde, er­schöpft oder we­nig leis­tungs­fä­hig.

Ty­pi­sche Be­schwer­den sind:

  • aus­ge­präg­te Ta­ges­mü­dig­keit und Schläf­rig­keit
  • we­nig En­er­gie und schnel­le Er­schöpf­bar­keit
  • Kon­zen­tra­ti­ons- und Ge­dächt­nis­pro­ble­me
  • Reiz­bar­keit oder Stim­mungs­schwan­kun­gen
  • er­höh­tes Un­fall­ri­si­ko im All­tag und im Stras­sen­ver­kehr

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Warum ist eine Behandlung wichtig?

Unbehandelte schlafbezogene Atmungsstörungen – insbesondere die Schlafapnoe – können langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen, unter anderem: 

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall)
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes
  • deutliche Einschränkung der Lebensqualität

Eine frühzeitige Diagnose und individuell angepasste Therapie sind daher entscheidend.

 

Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Die obstruktive Schlafapnoe ist die häufigste Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen. Sie entsteht durch ein wiederholtes Zusammenfallen der oberen Atemwege während des Schlafs.

Behandlung
Die wirksamste Therapie bei mittelgradiger bis schwerer OSA ist die CPAP-Therapie. Dabei wird über eine individuell angepasste Maske Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege geleitet. So bleiben diese offen, Atemaussetzer und Schnarchen werden reduziert und der Schlaf kann sich wieder normalisieren.

Wir begleiten Sie eng bei der Anpassung und Anwendung der Therapie – unser erfahrenes Team unterstützt Sie Schritt für Schritt. Bei leichter OSA oder wenn CPAP nicht gut vertragen wird, stehen weitere Behandlungsoptionen zur Verfügung, zum Beispiel:

  • individuell angepasste Zahnschienen zur Vorverlagerung des Unterkiefers
  • Training der Schlafposition
  • in ausgewählten Fällen operative Verfahren
  • begleitende Massnahmen wie Gewichtsreduktion

 

Zentrale Schlafapnoe

Bei der zentralen Schlafapnoe sind die Atemwege zwar offen, jedoch setzt das Atemzentrum im Gehirn zeitweise keinen Atemimpuls. Dadurch kommt es ebenfalls zu Atemaussetzern. Diese Form tritt häufig im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder anderen Grunderkrankungen auf. 

Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Je nach Situation kommen spezielle Beatmungsverfahren wie die adaptive Servo-Ventilation (ASV) zum Einsatz. Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.

 

Schlafbezogenes Hypoventilationssyndrom

Beim schlafbezogenen Hypoventilationssyndrom ist die nächtliche Atmung insgesamt zu flach oder zu langsam, wodurch sich Kohlendioxid im Blut anreichert. Mögliche Ursachen sind unter anderem neuromuskuläre Erkrankungen, schwere Lungenerkrankungen oder starkes Übergewicht.

Behandlung
In der Regel wird eine nicht-invasive Beatmung (NIV) eingesetzt, die die Atmung während des Schlafs unterstützt. Ziel ist eine bessere nächtliche Atmung, erholsamer Schlaf und mehr Leistungsfähigkeit am Tag.

 

Individuelle Betreuung 

Jede Patientin und jeder Patient wird bei uns ganzheitlich betrachtet. Die Therapie richtet sich nach Ihren Befunden, Begleiterkrankungen, Ihrem Alltag und Ihren persönlichen Bedürfnissen. 

Unser Ziel
Sie schlafen wieder erholsam, fühlen sich tagsüber wacher und gewinnen spürbar an Lebensqualität. 

 

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