Schlafstörungen sind weit verbreitet und können die körperliche und psychische Gesundheit, die Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. In den meisten Fällen sind sie gut behandelbar. In der Klinik für Schlafmedizin bieten wir Ihnen eine umfassende schlafmedizinische Abklärung sowie individuell abgestimmte Therapiekonzepte für alle bekannten Formen von Schlafstörungen an.
Die häufigsten Schlafstörungen sind:
Die Insomnie zählt zu den häufigsten Schlafstörungen und wird trotz ihrer grossen Verbreitung oft nicht mit verhaltensmedizinischen Verfahren, sondern mit Medikamenten behandelt. In der Schweiz berichtet rund ein Drittel der Bevölkerung über anhaltende Schlafprobleme. Von einer chronischen Insomnie spricht man, wenn über längere Zeit (>3 Monate) eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, obwohl gute Schlafbedingungen vorhanden sind:
Diese Beschwerden gehen häufig mit Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen und verminderter Leistungsfähigkeit einher. Eine akute Insomnie tritt oft im Zusammenhang mit Stress oder belastenden Lebenssituationen auf und ist meist vorübergehend. Ohne gezielte Behandlung kann sie sich jedoch zu einer chronischen Schlafstörung entwickeln.
Bei chronischer Insomnie entsteht häufig ein sogenanntes 24-Stunden-Problem: Sorgen und Grübeln über den Schlaf führen zu Anspannung, die den Schlaf weiter verschlechtert – ein Teufelskreis, der den Alltag und die Lebensqualität zunehmend beeinträchtigt.

Die wirksamste nicht-medikamentöse Behandlung chronischer Insomnie ist die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I). Sie setzt gezielt bei Gedanken, Verhaltensweisen und Gewohnheiten an, die den Schlaf beeinträchtigen und aufrechterhalten. Gemeinsam entwickeln wir individuelle Strategien, unter anderem:
Medikamente können in bestimmten Situationen unterstützend eingesetzt werden – jedoch zeitlich begrenzt und stets in Kombination mit nicht-medikamentösen Verfahren. Ziel der Therapie ist es, Ihren natürlichen Schlafrhythmus zu stabilisieren, das Vertrauen in Ihren Schlaf zurückzugewinnen und Sie zu befähigen, zukünftige Schlafprobleme eigenständig zu bewältigen.
Schlafbezogene Atmungsstörungen zählen zu den häufigsten Gründen für unruhigen und nicht erholsamen Schlaf. Während der Nacht kommt es zu wiederholten Atemaussetzern, Sauerstoffabfällen und einer Fragmentierung des Schlafs. Dadurch erreicht der Körper nicht die erholsamen Schlafphasen – viele Betroffene fühlen sich tagsüber müde, erschöpft oder wenig leistungsfähig.
Typische Beschwerden sind:


Unbehandelte schlafbezogene Atmungsstörungen – insbesondere die Schlafapnoe – können langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen, unter anderem:
Eine frühzeitige Diagnose und individuell angepasste Therapie sind daher entscheidend.
Die obstruktive Schlafapnoe ist die häufigste Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen. Sie entsteht durch ein wiederholtes Zusammenfallen der oberen Atemwege während des Schlafs.
Behandlung
Die wirksamste Therapie bei mittelgradiger bis schwerer OSA ist die CPAP-Therapie. Dabei wird über eine individuell angepasste Maske Luft mit leichtem Überdruck in die Atemwege geleitet. So bleiben diese offen, Atemaussetzer und Schnarchen werden reduziert und der Schlaf kann sich wieder normalisieren.
Wir begleiten Sie eng bei der Anpassung und Anwendung der Therapie – unser erfahrenes Team unterstützt Sie Schritt für Schritt. Bei leichter OSA oder wenn CPAP nicht gut vertragen wird, stehen weitere Behandlungsoptionen zur Verfügung, zum Beispiel:
Bei der zentralen Schlafapnoe sind die Atemwege zwar offen, jedoch setzt das Atemzentrum im Gehirn zeitweise keinen Atemimpuls. Dadurch kommt es ebenfalls zu Atemaussetzern. Diese Form tritt häufig im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder anderen Grunderkrankungen auf.
Behandlung
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Je nach Situation kommen spezielle Beatmungsverfahren wie die adaptive Servo-Ventilation (ASV) zum Einsatz. Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.
Beim schlafbezogenen Hypoventilationssyndrom ist die nächtliche Atmung insgesamt zu flach oder zu langsam, wodurch sich Kohlendioxid im Blut anreichert. Mögliche Ursachen sind unter anderem neuromuskuläre Erkrankungen, schwere Lungenerkrankungen oder starkes Übergewicht.
Behandlung
In der Regel wird eine nicht-invasive Beatmung (NIV) eingesetzt, die die Atmung während des Schlafs unterstützt. Ziel ist eine bessere nächtliche Atmung, erholsamer Schlaf und mehr Leistungsfähigkeit am Tag.
Jede Patientin und jeder Patient wird bei uns ganzheitlich betrachtet. Die Therapie richtet sich nach Ihren Befunden, Begleiterkrankungen, Ihrem Alltag und Ihren persönlichen Bedürfnissen.
Unser Ziel
Sie schlafen wieder erholsam, fühlen sich tagsüber wacher und gewinnen spürbar an Lebensqualität.